Google lernt Flash
Google hat einen neuen Algorithmus entwickelt, der Textinhalte in Flash-Dateien lesen kann. Was sich zunächst recht unspektakulär anhört, könnte ein Meilenstein in der Entwicklung von Webseiten sein: Bisher habe ich immer von flashbasierten Webseiten abgeraten, sofern es gewünscht wird, dass der Besucher auch über eine Suchmaschine, sprich Google, auf die Website aufmerksam werden soll. Denn was nützt die schönste Flash-Website, wenn sie nicht gefunden wird?
Dies ist nun scheinbar passé wie Ron Adler and Janis Stipins, Software Engineers bei google, im Google Webmaster Central Blog berichten. Hier geben die beiden Antworten auf die wichtigsten Fragen in diesem Zusammenhang: Welche Flash-Inhalte können gelesen werden? Was muss der Betreiber tun, damit seine Inhalte indiziert werden? Welche Probleme gibt es noch? Was kann nicht gelesen werden? etc.
Heißt es jetzt 'Bühne frei' für Flash?
Nein, ich meine nicht, dass Flash-Content den klassischen PHP/HTML/CSS Webseiten den Rang ablaufen wird, denn auch wenn Google es nun lesen kann. Ein ordentliches Content Management System und auch Barrierefreiheit sind zwei Aspekte, die bei der Entscheidung, ob Flash oder HTML, beachtet werden müssen. Gerade der Punkt Content Management System ist doch ausschlaggebend: Ich kenne jedenfalls kein Flash basiertes CMS, das so einfach, umfangreich und dazu noch kostenlos ist wie Joomla oder WordPress.
[via Google Webmaster Central Blog]






2 Kommentare zu "Google lernt Flash"
Das Hauptproblem scheint mir noch immer zu sein, wie man zum gefundenen Inhalt innerhalb der Flashapplikation springt. Das ist mit dem indizieren nicht gelöst und wird wohl auch nur auf Flashseite gelöst werden können.
Was Flash und Pflegbarkeit betrifft, gibt es diverse Flash-only oder Flash-HTML-Websites, die ihre Inhalte via XML ziehen, dass wiederum durch CMSysteme gepflegt wird.
Das mit dem Verlinken zu den indizierten Flash-Inhalten ist in der Tat wohl noch ein Problem. Da viele Suchergebnisse wahrscheinlich auf die gleiche URL zeigen bzw. mehrere Seiten unter einer URL zu finden sind, wäre eine Löung, den Referrer / die zuvor getätigten Suchwörter abzufragen und dadrüber zu versuchen den Besucher auf den gewünschten Content zu lenken…?
XML-Schnittstelle für Flashsites zur Kopplung an CMSysteme hört sich gut an: Dann ist es ja im Prinzip “nur” noch eine Frage des Aufwands ist, wie flexibel man diese Schnittstelle implementiert. Frage ist, wie aufwendig es ist, für jede individuell erstelle Flashsite diese Schnittstelle einzubinden… Aber prinzipiell hört sich das interessant an; werde ich mir definitiv mal näher anschauen: Danke für den Hinweis!
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