Firmenname vs. Servicename
Angenommen, Firma xyz möchte einen kostenpflichtigen Service oder Shop anbieten unter einem anderen dedizierten Namen (in diesem Falle "abc") mit eigenem Logo, eigener Domain und Website und so weiter.
Ziel: Für den Kunden soll „abc“ als Anbieter erscheinen – die Firma "xyz" soll nicht direkt auftreten.
Problem: Spätestens bei der Überweisung des Rechnungsbetrages sowie dem Erhalt der Rechnung, tritt möglicherweise Verwirrung beim Kunden auf, da er scheinbar nicht bei „abc“, sondern bei "xyz" eingekauft hat. Er fragt sich, in welcher Verbindung "abc" und „xyz“ stehen.
Möglicherweise will der Kunde auch erst in Kontakt treten (z.B. per Telefon), bevor er den Dienst in Anspruch nimmt oder falls er fragen zu den Produkten hat (im Falle eines Shops). Am anderen Ende der Leitung meldet sich dann Frau Meier von der Firma xyz - und der Kunde fragt verwirrt, ob er sich verwählt hat, weil er die Firma „abc“ erwartet hat. (Außer es wird ein extra Telefon mit eigenem Anschluss und Rufnummer bereit gestellt.)
Maßnahmen
Der Kunde muss erkennen können, dass die Firma xyz hinter dem Namen „abc“ steht, d.h. man muss dem geneigten Käufer kenntlich machen, dass „abc“ ein Angebot / eine Marke / ein Service der Firma "xyz" ist.
Corporate Identity
- Optische Wiedererkennung durch gleiche Farben, gleiche Schriften
- Logo „abc“ lehnt sich an das Logo der Firma xyz an
Diese Maßnahmen dienen jedoch nur dem Gesamteindruck und sind möglicherweise noch nicht einmal wirksam, denn wenn der Käufer die Firma xyz nicht kennt, kann er die Farben und Formen des Corporate Designs nunmal nicht in Bezug setzen und erhält keinen Wiedererkennungswert. Es handelt sich also nur um eine unterstützende Maßnahme, vorausgesetzt die Firma xyz ist beim Kunden bekannt.
Konkrete Maßnahmen
- Das Logo „abc“ so gestalten, dass klein daneben steht "powered by xyz" oder "dies ist ein Service von xyz" (natürlich dann auch gleich mit Link auf die Firma xyz)
- Unter den Text (z.B. in die Fußzeile) ebenso reinschreiben (analog zum Logobeisatz): "powered by xyz" oder "abc ist ein Service von xyz"
- In die „Über uns“ Seiten schreiben: „abc ist ein Service / eine Marke / ein Shop / ... der Firma xyz. Die Firma xyz ist seit... Jahren im Bereich .... tätig usw" Hier folgen zwei drei Sätze und natürlich wieder die Verlinkung zur Firmenwebsite.
Kontaktdaten
- E-Mail Adresse: z.B. abc@xyz.de => So sieht der Kunde, dass er an abc schreibt, die E-Mail jedoch im Unternehmen xyz ankommt. Und selbst wenn der (potentielle) Kunde nicht weiß, welchen Sinn und Zweck die E-Mail-Adressteile vor und nach dem @-Zeichen haben, er sieht auf jeden Fall, dass da eine Verbidnung besteht.
- Telefon / Servicenummer: Am einfachsten wären mehrere Telefone mit mehreren Durchwahlen. Da dies jedoch meist (v.a. im Anfangsstadium) zu aufwendig ist, muss man hier wohl in den sauren Apfel beißen und sich ehrlich als Firma xyz melden und dann ggf. aufklären. Wenn jedoch im Logo etc. bereits schon auf die Firma xyz hingewiesen wurde, dürfte dies dann kein Problem darstellen.






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