Evil Social Networks

// 29112008 / Allgemein / ein Kommentar

Social Networks wachsen und wachsen - doch nicht nur echte Freunde, sondern auch Betrüger mischen sich immer mehr unter's Internet Volk.

Social Networks wie Facebook, MySpace, StudiVZ, WKW, Twitter etc. pp. sind eine wahre Fundgrube für Lug und Betrug. Das Thema wird noch kaum diskutiert (im Gegensatz zu Spam und betrügerischen Nigeria-Mails) und viele Menschen sind sich gar nicht bewusst, dass sie ein potentielles Opfer darstellen. "Lass uns Freunde werden!" ist nur einen Klick entfernt und Freunden vertraut man doch...?

Freunde sind doch keine Fremden...

E-Mail Spam wirkt nur, wenn das leichtgläubige Opfer einem Fremden vertraut. Das ist erstens nicht sehr wahrscheinlich und zweitens weiß so langsam jeder hoffentlich (bis auf wenige Ausnahmen), dass der liebe Onkel aus Nigeria wahrscheinlich ein Betrüger ist. Aber was, wenn plötzlich ein Freund aus StudiVZ (der ja auch viele meiner anderen Freunde kennt, mit dem ich mir alle paar Wochen mal schreibe und mit dem ich mich auf Twitter doch auch bestens verstehe) plötzlich schreibt, er steckt im Urlaub fest, da ihm sein Portemonnaie geklaut worden ist - ob ich ihm nicht bitte kurzfristig 500 Eur leihen könnte, damit er wieder nach Hause kann? Oder wissen meine Freunde vielleicht, dass ich heute nicht da bin und mein Haus unbewacht ist?

Warum Betrüger Social Networks lieben

Weil es so einfach ist! Michael Elgan erläutert, dass es im Prinzip nur nur drei Handlungen sind, um sich ein potentielles Opfer zu verschaffen - und ich bin ebenfalls davon überzeugt, dass dieses Spielchen bei Betrügern bereits gang und gebe ist und die nachfolgenden Zeilen bestimmt nichts Neues sind.

Step 1: Request to be "friends" with a dozen strangers on MySpace. Let's say half of them accept. Collect a list of all their friends.

Step 2: Go to Facebook and search for those six people. Let's say you find four of them also on Facebook. Request to be their friends on Facebook. All accept because you're already an established friend.

Step 3: Now compare the MySpace friends against the Facebook friends. Generate a list of people that are on MySpace but are not on Facebook. Grab the photos and profile data on those people from MySpace and use it to create false but convincing profiles on Facebook. Send "friend" requests to your victims on Facebook.
As a bonus, others who are friends of both your victims and your fake self will contact you to be friends and, of course, you'll accept. In fact, Facebook itself will suggest you as a friend to those people.

Now, you're in business. You can ask things of these people that only friends dare ask.
"Let's meet for drinks -- bring your new car!"
"I'm in Nigeria on vacation, got robbed and need $500 to get home!"
"I see you'll be away for the holidays, but I want to send you a Christmas card anyway. What's your home address again?"

Es geht nicht nur um's Geld

Frauen im Alter von 30 oder 40 Jahren (oder älter) dienen meist als Opfer mit dem Ziel Ihnen Geld abzuschwätzen, wohingegen wesentlich jüngere Mädchen viel schlimmeren Verbrechen ausgesetzt sind. Michael erwähnt in seinem Artikel, dass die Polizei eine steigende Anzahl von gefakten Profilen findet, wo Männer dahinter stecken, die sich wesentlich jünger ausgeben und mit jungen Mädchen Freundschaften anbandeln. In Canada wird derzeit ein 32jähriger Mann beschuldigt, 146 Mädchen (die meisten zwischen 11 und 15) als "Freund" zu einem persönlichenTreffen bewegt zu haben.

Flascher Freund treibt 13jährige in den Tod

Vor allem Kinder und Jugendliche scheinen in dieser Hinsicht sehr blauäugig und unkritisch zu sein - in Amerika zum Beispiel beging ein 13jähriges Mädchen Selbstmord, weil sich Ihr vermeintlicher Freund bei MySpace von ihr abwandte und sie auch noch verhöhnte. Den hatte nur leider nie gegeben - dahinter steckte in Wirklichkeit eine Intrige, die sich ihre ehemalige Freundin und deren Mutter ausgedacht hatten.

Und so weit ist das gar nicht hergeholt: Die Tochter einer Bekannten von mir hat sich via StudiVZ in einen Kerl verliebt, den es laut Nachforschungen jedoch real nicht zu geben scheint. Jedes Treffen scheitert, da er (noch) nicht auftaucht und die Kleine ist am Boden zerstört...

"Mir passiert so etwas nicht"

Sicher, denen die hier lesen und tagtäglich im Web unterwegs sind, passiert so was doch nicht.... Aber was ist mit den anderen, die gerade erst die Social Networks entdeckt haben und sich vertrauensseelig freuen über jeden neuen Kontakt? Was, wenn Dich heute einer auf Facebook kontaktiert, weil er Dich über einen Bekannten gefunden hat usw...?

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Ein Kommentar zu "Evil Social Networks"

  1. Pete Pete April 28th, 2009 at 18:33

    Hi, kann es sein, daß eine Menge solcher „Freunde“ ausgerechnet aus Nigeria kommt? Hatte gerade Chat-Kontakt zu zwei Frauen – unabhängig voneinander – die beide gerade ganz zufällig in Nigeria sind und sich Geld von mir leihen wollen… Ist das die neueste Masche der Nigeria-Connection?


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