Bye bye Do-buy!

// 06042008 / Allgemein / Noch keine Kommentare

Unser Flug auf die Malediven Ende Februar mit Air Emirates bedingt einen Zwischenstopp in Dubai, den wir uns zu Gute machen um uns von der milliardenschweren Stadt beeindrucken zu lassen. 24 Stunden, in denen wir nicht nur die Luxusstadt, sondern auch Dubai "Core" kennen lernen. [googmonify]9306897071:left:200:200[/googmonify]

"Dubai" - Synonym für das das Teuerste, das Höchste und das Schnellste, was die Welt zu bieten hat. Gigantismus pur. Und was es noch nicht gibt, das wird die Welt in Dubai bald bestaunen können - wo sonst. Dubai lockt die Investoren, Presse und Promis. "Do-buy", auf gut Deutsch "Kaufen Sie", wie die Stadt auch scherzhaft(?) genannt wird. Doch von Scherzen kann hier kaum die Rede sein; im Gegenteil, denn Nomen ist längst nicht mehr nur Omen: Das Wüstenjuwel bietet neben Inselgrundstücken und Immobilien für Investoren vor allem Gold und Silber in Hülle und Fülle sowie die neuesten Designerlabel und traditionelle Nobelmarken.

Wir wollen uns selbst von der milliardenschweren Baustelle überzeugen und machen uns schon früh morgens auf um Dubai kennen zu lernen. 24 Stunden später stellt sich uns jedoch die Frage, ob das Wüstenjuwel vielleicht nicht einfach nur ein geschliffenes Sandkorn ist.

Dubai, 9 Uhr morgens: Wir treffen bereits auf die ersten Touristen, die ebenfalls mit der "Red Bus Tour" (siehe London) durch die Stadt ziehen und inmitten dieser gigantischen Baustelle luxuriöse Hotels und Wolkenkratzer bestaunen, einen Abstecher in die ein oder andere Einkaufs-Mall zu machen und das Großstadtfeeling mitten in der Wüste genießen. Um für kurze Zeit selbst ein kleiner Teil der pulsierenden Wüstenoase zu sein und zu Hause erzählen zu können, wie wundervoll es denn so war, dort in Dubai.

Nachdem mit der Touristenroute fertig sind, verbringen wir den Nachmittag damit, auf eigene Faust die ein oder andere noch nicht erkundete Empfehlung im Reiseführer aufzusuchen. Doch je mehr wir nun auch die "nicht gekennzeichnete Touristengegenden" durchqueren, desto mehr hebt sich der Medien-Schleier und zum Vorschein kommt Dubai, eine Stadt mit mehr Schein als Sein. Kritisch geworden schauen wir nun genauer hin und stellen fest, dass die Stadt mit Ihren künstlichen Touristenattraktionen berauschend ablenkt von dem was sie wirklich ist bzw. vielmehr nicht ist. Außen hui und innen pfui? Nein, "pfui" ist die Stadt keineswegs, aber defintiv anders, als es das äußerst erfolgreiche Marketing erscheinen lassen will: Dubai ist immer noch die "Stadt aus Gold", doch sie ist erbaut auf Wüstensand & Wellblechhütten.

Der Schleier aus Luxus verleugnet, was die Medien scheinbar verbergen: Eine Stadt, zu Schön, zu Teuer, zu Hoch und vor allem zu Schnell. "Mehr Scheich als Sein" und viel Marketing-Fassade bestimmen unsere letzten Eindrücke, die wir vor dem Abflug festhalten: Bye bye 'Do-buy' !

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24 Stunden Dubai geben zu denken. "Quo vadis, Dubai?" Wird es Dubai schaffen genug Touristen anzulocken, wenn das Öl nicht mehr ausreicht? Oder ist Dubai mittlerweile per se ein eine riesige Touristenattraktion? Ist Dubai ein Hype oder goldene Realität? Immobilienblase oder fundiertes Investment? ...es bleibt spannend.

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Cartoon 'Kommentararmut' von iqatrophie.wordpress.comBild von IQ-Athrophie

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